SprachRohrPost Nr. 34
Liebe Einrichtungsleitungen, liebe pädagogische Fachkräfte, liebe Kolleg*innen,
ist es nicht wunderbar, dass wir sprechen können? Neue Menschen kommen auf uns zu, neue Kinder, neue Eltern, vielleicht neue Kolleg*innen. Der Blick und die Erscheinung ist der erste Eindruck, der uns trifft und auf den wir uns einstellen, unbewusst und in Sekundenschnelle. Dieses kann die Basis sein. Dabei bleibt es nicht. Wir begeben uns mit diesen Menschen auf die sprachliche Ebene, kommen uns näher, indem wir das Gespräch und den Austausch suchen.
Wie reden wir miteinander? Welche Worte erreichen dich? Was wird bei mir ausgelöst, wenn du mich ansprichst? Gelingt dieser Austausch, finden wir ein Miteinander im Zuhören und Sprechen, dann wird unser Wunsch nach Resonanz und Abstimmung erfüllt und wir erleben so etwas wie Verbundenheit und Abstimmung.
Wie geht es uns mit Menschen, mit denen wir diese sprachliche Ebene nicht so schnell aufbauen und ausbauen können? Vielleicht, weil sie noch jung sind und diese Fähigkeiten erst entwickeln. Vielleicht, weil sie mit einer uns unbekannten Sprache zu uns kommen und ich darauf angewiesen bin, auf der nonverbalen Ebene mit ihnen in Kontakt und Verbindung zu treten. Auch hier erleben wir, wie beruhigend es ist, wenn dieser Kontakt möglich ist und eine Verbindung und ein Austausch entsteht. Junge Kinder sind für ihre Entwicklung darauf angewiesen, dass diese Verbindung und Resonanz entsteht. Sie brauchen den Austausch mit anderen Menschen, mit ihren Bezugspersonen, und das Gefühl verstanden zu werden. Wenn wir die sprachliche Ebene, die Worte, noch nicht austauschen können, gehen wir mit Blicken, Gesten und Aufmerksamkeit in den Kontakt. In der Zuversicht, dass sich die Worte dazugesellen werden.
Themen:
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Die wichtigste Strategie, Worte in das gemeinsame soziale Leben zu bringen ist das Benennen. Was tust du gerade, was siehst du, wie geht es dir damit? Das, was ich tue, wird ebenso benannt: "Ich hole den Waschlappen, ich gehe kurz raus und komme gleich wieder, ich baue eine Straße auf der dein Auto fahren kann." Es geht nicht darum, den ganzen Tag zu reden. Aber die Zeit, in der ich mit den Kindern in Interaktion bin, nutze ich, um unserer gemeinsamen Erfahrung Worte zu geben.
- Impulse und Gefühle wahrzunehmen und zu regulieren, ist für Kinder nur durch das Zusammenspiel mit ihren Bezugspersonen zu erlernen. Zu Beginn ihres Lebens sind sie auf die Regulation durch die Eltern angewiesen. Diese Co-Regulation ist auch noch in der frühkindlichen Zeit ausschlaggebend. Im Kindergarten können Regulationserfahrungen gemeinsam erlebt und erweitert werden. In einem neuen KiTa-Fachtext von Ineke Eilers steht die Selbstregulation und Ko-Regulation in der Kita im Fokus.
Hier geht es zum Download des Fachtextes -
Der Sozialraum der Kinder prägt ihre Erfahrungen und ihr Erleben. Dieser kann erkundet werden. Durch eine Verbildlichung wird das Erleben festgehalten und kann Im Nachklang gemeinsam betrachtet und besprochen werden. Individuelles Erleben wird zu einer Geschichte, die ich mit den anderen Kindern erzähle.
- Wie schon in langjähriger Tradition laden wir trägerübergreifend alle Braunschweiger Kitaleitungen zum Kennenlernen des DialogWerks und zum Austauschen und Vernetzen untereinander ein. Es wartet wieder ein bunter Strauß unterschiedlichster aktueller Themen rund um das Thema der alltagsintegrierten Sprachförderung.
- Diese Fortbildungsreihe richtet sich im Besonderen an pädagogische Fachkräfte, die sich dem Thema der alltagsintegrierten Sprachförderung intensiver zuwenden möchten. Im HIT KITA werden sie zu einem sprachförderlichen Interaktionsverhalten in natürlichen Kommunikationssituationen befähigt. Ein neuer Durchgang startet am 22.09.2025
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Zu Beginn des neuen Kindergartenjahres stellen wir hier Einladungen zu verschiedenen Veranstaltungen zusammen:
- DialogWerk Fachtag „Interesse wecken und Sprache fördern“ am 23.09.2025
- Neue Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte über die Familienbildungsstätte „Haus der Familie
- Workshop Kinderschutzbund
Hier geht es zu den aktuellen Fortbildungen
Herzliche Grüße von den Mitarbeiterinnen des DialogWerk








