SprachRohrPost Nr. 27

Liebe Einrichtungsleitungen, liebe pädagogische Fachkräfte, liebe Kolleg*innen,

der Herbst ist eine lebhafte Zeit im Krippen- und Kindergartenjahr. Noch finden die Eingewöhnungen auch im Außengelände statt, noch halten sich die Kinder lange Zeit im Freien auf, mit Blättern, Kastanien und tiefen Löchern im Sand. Die letzten warmen Tage bringen eine Unbeschwertheit und viel Bewegungsraum für die Kinder mit sich. Das Ankommen und Eingewöhnen der neuen Kinder verspricht eine kommende Rhythmisierung. So langsam schwingen sich alle aufeinander ein, neue Freundschaften werden geschlossen, neue Ressourcen stehen für die Allgemeinheit zur Verfügung. Und wenn sich das Leben wieder stärker in die Innenräume zurückzieht, kann auch ein Gefühl der Vertrautheit und der Übersichtlichkeit entstehen.

1. Jede Sprache eines Kindes ist ein bedeutender Teil seiner Identität. Der Krippen- und Kindergartenalltag ist das Umfeld, in dem die erstsprachlichen Kompetenzen des Kindes gesehen und wertgeschätzt werden. Mit der Familie und dem Kind selbst kann ein Prozess entstehen, in dem sich diese Ressourcen nach und nach entfalten. Das Infoblatt 'Pädagogischer Umgang mit Mehrsprachigkeit' gibt hierzu einen Überblick.

2. Die Überraschung ist groß, wenn die Puste-Sonne sich zu drehen beginnt. Mit einem Trinkhalm und viel Luft können die Kinder sich daran üben. Vorbereitet wird dieses Mundmotorik- Angebot mit niedrigem Materialaufwand und in Kooperation mit den Kindern.

3. So wie ich die Welt erlebe, geht es den anderen doch auch, oder? Die Wahrnehmung über unsere verschiedenen Sinneskanäle geschieht höchst individuell. Kinder, die über Wahrnehmungsbesonderheiten verfügen, können mit Einfühlungsvermögen und einer guten Beobachtung im Kindergartenalltag eingebunden und begleitet werden. Das Infoblatt gibt Anregungen für eine beziehungsvolle Unterstützung.

Wir wünschen allen eine sinnliche Herbstzeit,

das Team des DialogWerk